01 – Across the Water
02 – Blank Project
03 – Naked
04 – Spit Three Times
05 – Weightless
06 – Cynical
07 – 422
08 – Out of the Black (feat. Robyn)
09 – Dossier
10 – Everything
Ein Comebackversuch nach 18 Jahren, das kann ordentlich schief gehen und peinlich sein, nur in seltenen Fällen kommt nach so langer Abstinenz ein wirklich gutes Album raus. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie Neneh Cherry auf "Blank Project" eindrucksvoll beweist.
Wie aus dem Nichts ist die Platte der Schwedin, die in den 90ern mit Songs wie 7 Seconds Welthits hatte, erschienen. Von einem richtigen Comebackversuch kann man eigentlich nicht reden, denn die Songs auf "Blank Project" sind weit entfernt vom Mainstream-Pop und haben nichts mehr mit Hits vergangener Tage zu tun. Generell ist das Album ziemlich kompromisslos, beispielsweise besteht die Instrumentierung durchgehend nur aus analogen Synthesizern und Schlagzeug. Dies verleiht der Platte einen kargen, rauhen Ton. Mal führt das zu sehr intimen, schönen, fast schon A-Capella Momenten (Across the Water), mal zu brachialen in den Industrialbereich gehenden Songs (Blank Project). Der Kontrast zwischen der monotonen, maschinellen Instrumentierung und Cherrys sanfter, emotionaler Soul-Stimme machen den besonderen Reiz des Albums aus. Mit "Blank Project" beweist Neneh Cherry, dass sie auch nach 18 Jahren nichts verlernt hat, im Gegenteil so experimentierfreudig und kompronisslos hat man die mittlerweile 49-Jährige noch nie gehört.
Anspieltipps:
Across the Water
Blank Project
Weightless
Out of the Black
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